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Nachhaltigkeit bei Schiffsreisen?

Wie steht es um die Umweltverträglichkeit von Kreuzfahrten?

Der Kreuzfahrtboom ist ungebrochen, aber mehr und mehr fragen Kunden nach der Umweltverträglichkeit einer Schiffsreise und neigen mittlerweile dazu, etwas mehr Geld für das gute Gefühl auszugeben, dass die Reedereien die Klima-Verträglichkeit ihrer Schiffe auf den neuesten technischen Stand bringen.  Auf vielen Neubauten kommen moderne und nachhaltige Technologien zum Einsatz, ältere Schiffe werden nach Möglichkeit nachgerüstet.

Dabei ist der Anteil der Kreuzfahrten mit 1% am weltweiten Schiffsverkehr noch verschwindend gering.

Wir listen hier für Sie (ohne den Anspruch auf Vollständigkeit) einige Reedereien und deren Beiträge zum Klima- und Umweltschutz auf:

AIDA

Nutzung von emissionsarmem Flüssigerdgas (LNG).

Mit der Indienststellung der AIDAnova am 12. Dezember 2018 hat die zur Carnival Corporation & plc. gehörende Reederei AIDA Cruises einen Technologiesprung vollzogen. Vom ersten Tag an wird die Energie für den Betrieb von AIDAnova aus Flüssigerdgas produziert. Dank einer weltweiten Partnerschaft mit Shell ist die Versorgung mit LNG auch in zukünftigen Fahrtgebieten gesichert. In der Premierensaison von AIDAnova rund um die Kanaren wurde das Schiff 14tägig im Hafen von Teneriffa durch das ebenfalls mit LNG betriebene Bunkerschiff Coral Methan versorgt. Nach dem Wechsel ins westliche Mittelmeer wird AIDAnova seit 26. April 2019 ebenfalls in einem Rhythmus von 14 Tagen im Hafen von Barcelona betankt.

Advanced Air Quality Systems (AAQS)

Für alle AIDA Schiffe, die nicht vollständig mit LNG betrieben werden können, sind die innerhalb der Carnival Gruppe entwickelten Advanced Air Quality Systems (AAQS) die derzeit umweltfreundlichste Alternative, die im Seebetrieb zur Verringerung von Schiffsemissionen genutzt werden kann. Bereits 2013 wurde damit begonnen, auf den Schiffen der bestehenden Flotte diese Abgasreinigungssysteme nachzurüsten. 2018 waren bereits acht der AIDA Schiffe damit ausgestattet: AIDAprima, AIDAperla, AIDAdiva, AIDAluna, AIDAmar, AIDAvita sowie AIDAblu und AIDAbella. Das Ziel ist, alle Schiffe der bestehenden Flotte ab Baujahr 2000, die nicht vollständig mit LNG betrieben werden können, mit solchen modernen Systemen zur Verbesserung der Luftqualität auszustatten.

Dank dieser Anlagen können die Emissionen von Feinstaub, Stickoxiden sowie Schwefeloxiden erheblich reduziert werden. Der Ausstoß von Kohlenmonoxid kann um bis zu 70 Prozent und die Emissionen von unverbrannten Kohlenwasserstoffen um bis zu 85 Prozent gesenkt werden. Wo AIDA Cruises die Genehmigung zum Betrieb der Systeme in den weltweiten Fahrgebieten bzw. Häfen hat, werden diese erfolgreich eingesetzt.

Hurtigruten

Mit der MS Roald Amundsen hat die Reederei Hurtigruten im Jahr 2019 das erste von drei Schiffen in Betrieb genommen, das mit einem Hybridantrieb ausgestattet ist. Die Hybrid Technologie hat gegenüber dem Schwerölantrieb den Vorteil, dass der Kraftstoffverbrauch und der CO2-Ausstoß um etwa 20 Prozent reduziert werden. Damit ist das Expeditionsschiff für den Betrieb in empfindlichen Gewässern, wie z.B. in der Antarktis, konzipiert. Bis 2021 plant die Reederei, auf mindestens sechs Schiffen Biogas, Batterieantrieb und Flüssigerdgas (LNG) einzusetzen. Flüssiges Biogas (LBG) ist ein erneuerbares, fossilfreies Gas, das aus organischen Abfällen – z.B. aus der Fischerei – hergestellt wird.

TUI Cruises

Die Reederei TUI Cruises setzt auf ihren Neubauten ein kombiniertes Abgasnachbehandlungssystem ein. Dieses umfasst einen sogenannten Hybrid Scrubber sowie die SCR Technologie. Der Hybrid Scrubber reduziert den Ausstoß von Schwefel um bis zu 99 Prozent und den Partikelausstoß um bis zu 60 Prozent. Durch die SCR Technologie werden die Stickoxidemissionen durch Katalysatoren um bis zu 75 Prozent verringert. Die Entschwefelungsanlage ist außerdem mit einer Waschwasserbehandlungsanlage ausgestattet. Die herausgewaschenen Schadstoffe können so gefiltert und an Land fachgerecht entsorgt werden.

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