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Wandern und Wale auf den Azoren

Delphine Azoren

Die Azoren liegen mitten im Atlantik, ungefähr auf halbem Wege in die USA. Neun größere und mehrere kleinere Inseln bilden eine autonome Region Portugals und gehören damit zur Europäischen Union. Ich habe mit einer Gruppe von Kollegen die Hauptinsel Sao Miguel besucht.

Unser Flug mit TAP und Portugalia von Köln über Lissabon war komfortabel und pünktlich; Umsteigen in Lissabon ist kein Problem, in gut 2 Stunden ab Lissabon erreichten wir spätabends Ponta Delgada. Die Insel ist klein und die Wege sind kurz, so erreichten wir unser Hotel schon nach wenigen Minuten.

Am ersten Tag erkunden wir Ponta Delgada bei einen Stadtrundgang und machten später eine Bootstour auf der Suche nach Delfinen und Walen, über das Jahr verteilt gibt es in den Gewässern direkt um die Insel über 25 verschiedene Arten der faszinierenden Meeressäuger zu sehen. Und auch Schwimmen mit Delfinen für etwa 85 EUR pro Person wird im offenen Meer angeboten. Die Wassertemperatur war übrigens im September 24°!

Zum Abendessen lernten wir einen echten Geheimtipp kennen: Das Restaurant Saca Rolhas – nicht ganz billig aber super leckeres Essen und köstlicher Wein!

Am nächsten Tag erwanderten wir Sete Cidades und den Lagoa de Fogo und staunten über die vielen verschiedenen Grüntöne der wunderschönen Vulkanlandschaft.

Die Fahrt von Ponta Delgada dauerte nicht lang, die Insel Sao Miguel ist zwar die größte Insel der Azoren aber doch nur etwa 65 km lang und an der schmalsten Stelle nicht mehr als 8 km breit. Autoverkehr ist ganz entspannt und ruhig, an Ampelkreuzungen kann ich mich gar nicht erinnern.

Lagoa de Fogo Azores
Caldeiras Azores

Für Tag 3 war ein Ganztagesausflug nach Furnas geplant, Furnas liegt rund 270 m ü.d.M. in dem Tal Vale das Furnas, das vulkanischen Ursprungs ist, etwa 6 km an Länge und 5 km an Breite misst und eher einer Mulde als einem Tal ähnelt. Das Tal hat ein eigenes Mikroklima, dessen Luftfeuchtigkeit und mittlere Temperatur über den Durchschnittswerten der Insel São Miguel liegen, so dass die Vegetation verschiedene Arten wie Zedern und Araukarien umfasst, die sonst in dieser geographischen Breite nicht gedeihen könnten. Im Tal entspringen insgesamt 23 warme bis heiße Mineralquellen und Caldeiras genannte Fumarolen mit bis zu 98 Grad Wassertemperatur. Die Vulkanaktivitäten zeigen sich hauptsächlich in den sogenannten Caldeiras, dampfenden Stellen kochenden Wassers. Sie sind die weithin sichtbare Hauptattraktion von Furnas. Ihr nicht vor Ort trinkbares schwefelhaltiges Wasser wird nicht nur zum Essenkochen benutzt, sondern dient zum Beispiel auch zur Teezubereitung.

Besonders schön fand ich den Terra Nostra Park, ein botanischer Garten, in dem eine der größten Sammlungen von Kamelien in der Welt mit über 600 verschiedenen Arten und auch Europas größte Sammlung von Sagopalmfarnen zu sehen sind. Hier gibt es auch die Möglichkeiten in einer der Thermalquellen zu baden; einen weißen Badeanzug sollte man möglichst nicht tragen, denn das eisenhaltige Wasser würde daraus schnell einen gelben machen.

Und hier war meine Reise leider schon zu Ende – am nächsten Tag ging es wieder zurück nach Köln. Eigentlich sollte man mindestens noch 2 weitere Inseln besuchen, denn jede hat einen ganz eigenen Charakter. Es gibt gute Flugverbindungen und im Sommer auch Fährverbindungen zwischen den einzelnen Inseln.

Die Azoren hat Hanne Geraedts im September 2018 zusammen mit einer FTI-Ticketshop-Gruppe bereist.

Terra Nostra Park Azores
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