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Nambia- Erfahrungsreise mit Chamäleon Reisen

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Die erste Erfahrung dieser „Erfahrungsreise“: der freundliche Schwarze am Ausgang im Flughafen von Windhoek begrüßt mich in reinstem Hannoveraner-Hochdeutsch mit den Worten:“Hallo, ich bin der Gregor, und das ist Maja, Deine Reiseleiterin für die kommende Woche“ Das ist ja fast wie zu Hause ankommen! Und dieser Eindruck hält sich während der ganzen nächsten 7 Tage – Namibia ist das deutscheste unter den Ländern jenseits des Mittelmeeres, sei es in Sprache, Architektur oder Attitude!

Aber das ist nur ein Aspekt von vielen, die dieses wunderschöne Land zu bieten hat! Nach 7 Tagen , 2700 Kilometern größtenteils auf Schotterpisten in unserem kleinen Reisebus zurückgelegter Strecke und unzähligen Begegnungen mit unterschiedlichsten Menschen unterschiedlichster „Couleur“ wie den Frauen von Penduka, den Farmern Heidi und Heinzi, der Pensionswirtin Sigi oder dem Stamm der Ju/Hoansi San im Erongo ist mir klar: dieses Land gehört ganz oben auf die Empfehlungsliste für meine Kunden!

Doch dafür allein ist Namibia nicht bekannt  – es ist vor allem das weite Land mit seinen Nationalparks, seinen unterschiedlichen Landschaften und seiner artenreichen Tierwelt.

Doch eins nach dem anderen:

Nach früher Ankunft am Flughafen von Windhoek, der ca. 45 Kilometer östlich der Stadt liegt, fährt uns Maja, unsere deutsch-namibische Reiseleiterin und Fahrerin (hannoveraner Akzent…) erst mal auf die Voigtland Farm, wo die Eigentümer Gaby und Stefan ein ausgiebiges Frühstück für uns vorbereitet haben.(http://voigt-land.com/ ) Der obligatorische Toilettengang entpuppt sich danach als Erlebnis der unerwarteten Art: die Einrichtung dieses „Toilettenhauses“ würde jedem 5-Sterne-Luxus-Resort zu Ehre gereichen!  Folglich musste dann auch jeder mal, auch wenn’s nicht nötig war!

Im Anschluss bekamen wir dann auf der ersten Stadtrundfahrt in Windhoek das zu sehen, was uns von Bildern her bekannt ist: den historischen Bahnhof, die Christuskirche sowie den Namibia Craft Centre, ansonsten ist diese Stadt eher unspektakulär.

Am Nachmittag dann der erste Höhepunkt: Fahrt nach Katutura zu der von Chamäleon unterstützen Fraueninitiative „Penduka“, wo von Frauen aus der Umgebung Tischdecken, Bettüberwürfe und andere Textilien genäht und bestickt werden. In einer kleinen Töpferei werden Blumentöpfe gefertigt und in einem anderen Gebäude werden Glasflaschen geschmolzen und zu Schmuck weiterverarbeitet (Namibia hat kein Pfandsystem, somit ist die Schmuck-Produktion eine Art sinnvollen Recyclings)

Das Gästehaus Tamboti (http://guesthouse-tamboti.com/), unser erstes Übernachtungsquartier, liegt in einer ruhigen Wohngegend von Windhoek, nur ein paar Gehminuten von der Innenstadt entfernt – Gastgeberin Sigi Pack und ihr Partner verleihen dieser Unterkunft eine sehr persönliche Note.

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Die Tour des nächsten Tages führt uns nördlich weg von Windhoek – noch auf geteerten Straßen passieren wir kleine Städtchen wie Okahandja und Otjiwarongo, um nach ca. 250 km die Frans Indongo Lodge (http://www.indongolodge.com/d_index.htm) zu erreichen, wo wir zum Lunch eingeladen sind. Auf der weiteren Route sehen wir die ersten für die Gegend typischen Termitenhügel, das Landschaftsbild verändert sich allmählich und facettenreiche Bergformationen sind nun unsere Begleiter. Wir lassen uns in den Bann ziehen von der Weite des Landes und der nahezu unberührten Natur. Am Nachmittag erreichen wir unser nächstes Quartier, die Gabus Game Ranch (http://gabusnamibia.com/) , wo uns die Gastgeber Heidi und Heinzi Kühl schon mit einem kühlen Getränk erwarten. Im Anschluss begeben wir uns mit dem offenen Safaribus auf die erste Pirschfahrt dieser Reise und entdecken die Tierwelt dieser 6200 Hektar großen Farm. Den Abschluss bildet ein Wettbewerb im „Kirschkernweitspucken“, wobei sich die kleinen schwarzen Kügelchen, mit denen wir möglichst weit zu spucken versuchen, in der Nachbetrachtung als Springbock-Losung entpuppen! Da fungiert der danach gereichte Gin Tonic Sundowner gleich auch noch als Desinfektionsmittel! Das Dinner auf der Ranch gehört zu den besten der ganzen Reise –die Steaks vom Oryx sind wirklich unvergesslich! Der Abend endet an der Bar der Ranch, wo uns Heinzi mit kleinen Anekdoten unterhält und sein Mitarbeiter Martin an die deutschen Gäste eine Runde Jägermeister nach der anderen ausschenkt.

Am nächsten Morgen brechen wir auf zum Etosha Nationalpark, dem 22.275 km² großen Nationalpark im Norden von Namibia und bedeutendsten Schutzgebiet des Landes. Der Park liegt am Nordwestrand des Kalahari-Beckens und umfasst fast die gesamte 4760 km² große Etosha-Pfanne. Wir durchqueren den Park von Ost nach Südwest und können auf dieser ca. 200 km langen Fahrt über reine Schotterpisten den großen Artenreichtum erleben, ob Elefanten, Gnus, Oryx- und viele andere Antilopenarten, Zebras, Sträuße, Nashörner und viele Vogelarten. Nachdem wir an dem berühmten Wasserloch des Okaukuejo Camps noch Schakale, Hyänen und Elefanten gesehen haben, verlassen wir den Park und fahren zu unserem nächsten Übernachtungsquartier, dem Etosha Safari Camp(https://store.gondwana-collection.com/accommodation/etosha-safari-camp ), wo wir den Tag bei einem afrikanischen Abend im Township-Style-Restaurant ausklingen und uns dabei von den „Etosha Safari Boys“ auf der Gitarre begleiten lassen.

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Der nächste Tag wartet mit einem weiteren Highlight dieser Reise auf: die Begegnung mit dem Nomadenstamm der Ju/Hoansi-San. Die San sind die älteste Bevölkerungsgruppe Namibias und leben vermutlich seit 20.000 Jahren im südlichen Afrika. Wir besuchen das von den San eigenständig betriebene „lebende Museum“, das wie zu Zeiten des freien Nomadentums aufgebaut ist. Die Frauen zeigen uns, wie sie aus Straußeneierschalen Schmuck herstellen, die Männer lassen uns mit ihren Pfeilen und Bögen probieren, wie schwer es ist, auf die Jagd zu gehen und zum Abschluss werden uns von der ganzen Gruppe traditionelle Tänze vorgeführt.

Danach geht es weiter an die Atlantikküste, in die wohl deutscheste unter den namibischen Städten; Swakobmund – das Stadtbild dieses 44.000 Einwohner zählenden Ortes ist durch zahlreiche Kolonialbauten geprägt, viele Gebäude sind im Jugendstil errichtet und verleihen Swakobmund einen ganz besonderen Charme.

Nächste Etappe: In die Wüste zum Namib-Naukluft-Park

Von Swakobmund fahren wir durch eine Mondlandschaft in Richtung des Kuiseb Canyons, wobei wir an einigen mitten in dieser kargen Vegetation stehenden Pflanzen anhalten – die Welwitschia Mirabilis. Diese über 1500 Jahre alt werdende Wüstenpflanze ist die Nationalpflanze Namibias. Auf der Weiterfahrt überqueren wir den Wendekreis des Steinbocks und machen natürlich ein Erinnerungsfoto davon.

Nach der staubigen Piste lädt der Pool der We Kebi Safari Lodge(http://www.we-kebi.com/) zur Erfrischung ein, die für die nächsten 2 Nächte unsere Bleibe sein wird – die der Umgebung farblich angepassten Chalets sind weitläufig verteilt und versprechen eine ruhige Nacht.

Die Dünen von Sossusvlei

Schon vor Sonnenaufgang machen wir uns auf den Weg zum Eingangstor des Sossusvlei Nationalparks, dessen Pforten erst mit Aufgang der Sonne öffnen – nach Passieren der Pforte sind es noch 60 Kilometer bis zum Parkplatz des Vlei, aber schon die Fahrt dorthin auf gut geteerter Straße muss mehrmals unterbrochen werden, um die ständig wechselnden Farben und Schattierungen der Sanddünen ausgiebig fotografieren zu können. Die Sandmassen auf den letzten 5 Kilometern überwinden wir mit einem Allradshuttle. Wir wandern durch die Dünenwelt und erklimmen die bis zu 350 Meter hohen Sandberge. Sobald wir das Dead Vlei mit seinen über 500 Jahre alten abgestorbenen Akazienbäumen durchqueren, wissen wir, warum es diesen Namen trägt. Auf dem Rückweg zu unserer Lodge machen wir noch einen Stopp am Sessriem-Canyon, den der Tsauchab – Fluss in Millionen von Jahren ins Gestein gegraben hat.

Zurück nach Windhoek

Auf der Rückfahrt nach Windhoek halten wir in Rehoboth, Heimat der Baster, einer kleinen Volksgruppe der Nachfahren der Khoikhoi und weißer Siedler, die ihren Namen selbst gewählt und stolz tragen. Das Mittagessen nehmen wir in Conny’s Restaurant ein, wo Günther uns auf einem Solarkocher eine köstliche Mahlzeit bereitet hat – danach noch eine Verkostung diverser handgebrühter Kaffees und schon geht’s weiter zu unserer letzten Bleibe, der Onjala Lodge(http://onjala.com/), nur 40 Minuten Fahrt weg von Windhoek. Hier genießen wir eine letzte Pirschfahrt mit dem obligatorischen Sundowner (Gin Tonic), bekommen im hauseigenen ZenSations Spa noch jeder eine halbstündige Massage und können so ganz entspannt den Rückflug antreten.

Diese Erfahrungsreise wurde durchgeführt von Chamäleon Reisen Berlin -Reisedatum: 24.November bis 03.Dezember 2018 – begleitet wurde die Reise von Janka Morgenroth von Chamäleon und Dominic Brenner von Air Namibia – Reiseführerin und Busfahrerin von Pack Safaris war Maja van Biljon.

Peter Geraedts

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